Fahrsicherheitstraining in Jesenwang

Oldtimer & Youngtimer Freunde Friedberg

Die Oldtimer & Youngtimer Freunde Friedberg trafen sich am vergangenen Sonntag am Flugplatz in Jesenwang zum gemeinsamen Fahrsicherheitstraining mit der Verkehrswacht Bayern. Angetreten war eine bunte Mischung von zwölf Young- und Oldtimern, vom VW T1-Bulli aus den 50er Jahren bis zum BMW M-Roadster mit statten 321 PS unter der Motorhaube, vom kleinen Alltags-Polo bis zur dicken Luxuslimousine mit Stern und dazwischen noch einige sportliche Fahrzeuge aus Deutschland, England und den USA.

Bereits bei der theoretischen Einführung durch den Kursleiter wurde klar, dass an diesem Tag ein besonderes Sicherheitstraining stattfinden wird. Wo man sich heute wie selbstverständlich auf moderne elektronische Fahrassistenten verlassen kann, ist bei älteren Fahrzeugen die vorausschauende Fahrweise und letztlich das Geschick des Fahrzeugführers entscheidend, was es hier ganz besonders zu trainieren gilt. Bereits beim Slalomkurs wurden die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen und damit auch der Fortschritt in der Kraftfahrzeugtechnik sicht- und erlebbar. Die Idee des Kursleiters, bei allen Fahrübungen wechselnde Beifahrer mitzunehmen, wurde von allen Teilnehmern rege genutzt.

Besonders deutlich wurde der technische Fortschritt bei den Bremsübungen auf halbseitig griffigem und glattem Untergrund, wo neuere Fahrzeuge mit ABS absolut überzeugen konnten. Von solchen Straßenverhältnissen wird jeder Autofahrer gerade im Herbst, wenn nasses Laub auf den Straßen liegt, herausgefordert. Dann ist das richtige Gefühl für das Bremspedal gefragt, was beim einem Fahrsicherheitstraining gefahrlos geübt werden kann. Zu einer Schrecksekunde kam es dennoch, als ein ABS-Ausfall bewusst simuliert wurde und der betroffene Youngtimer nur um Haaresbreite an der Leitplanke vorbei rutschte.

Obwohl alle Teilnehmer in erster Linie fahren und üben wollten, gelang es dem Kursleiter, die Zusammenhänge der Fahrphysik sehr anschaulich zu erklären. Dabei wurde immer wieder klar, dass auch die besten technischen „Helferchen“ in modernen Fahrzeugen nichts ausrichten können, wenn der Fahrer die Grenzen der Physik missachtet. Gerade in älteren Autos sind die Einflüsse der Fahrphysik noch deutlicher spür- und erfahrbar, was diesen besonderen Reiz ausmacht, einen Old- oder Youngtimer sportlich zu bewegen.

Als Fazit des Sicherheitstrainings wurde von den Oldtimer & Youngtimer Freunden Friedberg zu Protokoll gegeben, dass sie ihr eigenes Fahrzeug besser kennen gelernt hätten, die eigenen Fähigkeiten und Schwächen nun besser einschätzen könnten und dabei auch noch einen riesen Spaß mit tollen Fahrzeugen und netten Leuten gehabt haben. Schnell war man sich einig, dass diese Veranstaltung wiederholt werden muss, nicht nur um den Trainingserfolg zu vertiefen.

Siehe auch Zeitungsbericht vom 15.09.2016: Friedberger Allgemeine